Wichtige Auto-Checks, die jeder Fahrer kennen sollte
Egal, ob Sie ein erfahrener Fahrer sind oder gerade erst anfangen: Ihr Auto in Top-Zustand zu halten, muss nicht kompliziert sein. Eine Handvoll einfacher Checks kann viel dazu beitragen, Pannen vorzubeugen, die Verkehrssicherheit zu verbessern und Geld bei Reparaturen zu sparen. Das Beste daran ist, dass Sie kein Mechaniker sein müssen, um diese durchzuführen.
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen 6 grundlegende Auto-Checks, die jeder Fahrer kennen sollte. Diese Inspektionen können dazu beitragen, dass Ihr Fahrzeug reibungslos läuft und Sie für alles gerüstet sind, was die Straße für Sie bereithält.
Ölstand prüfen
Ihr Motor ist auf Öl angewiesen, um geschmiert zu bleiben und reibungslos zu laufen. Ohne Öl reiben Metallkomponenten aneinander – was zu Überhitzung und ernsthaften Motorschäden führen kann.
So prüfen Sie:
- Parken Sie auf ebenem Untergrund und schalten Sie den Motor ab. Warten Sie einige Minuten, bis sich das Öl gesetzt hat.
- Öffnen Sie die Motorhaube und suchen Sie den Ölmessstab – in der Regel ein farbiger Griff mit der Aufschrift „Motoröl“.
- Ziehen Sie den Ölmessstab heraus, wischen Sie ihn mit einem Tuch sauber, stecken Sie ihn vollständig wieder ein und ziehen Sie ihn dann erneut heraus.
- Prüfen Sie den Ölstand am Ölmessstab. Er sollte zwischen den Markierungen „Min“ und „Max“ liegen. Wenn er niedrig ist, füllen Sie die richtige Ölsorte für Ihr Fahrzeug nach.
Beim Prüfen sollte das Öl eine goldbraune oder bernsteinfarbene Farbe haben. Wenn es sehr dunkel, schmutzig oder körnig ist, ist es Zeit für einen Ölwechsel. Milchiges oder schaumiges Öl kann auf ein ernsteres Problem hinweisen, wie z. B. Kühlmittel, das sich mit dem Öl vermischt. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an einen Mechaniker.

Reifendruck prüfen
Die Aufrechterhaltung des korrekten Reifendrucks ist entscheidend für die Sicherheit, den Kraftstoffverbrauch und das allgemeine Fahrverhalten Ihres Autos. Zu gering aufgepumpte Reifen können zu schlechter Haftung und höherem Kraftstoffverbrauch führen, während zu stark aufgepumpte Reifen zu ungleichmäßigem Verschleiß und einem härteren Fahrverhalten führen können. Um die genauesten Werte zu erhalten, prüfen Sie den Druck immer, wenn die Reifen kalt sind und das Auto mindestens ein paar Stunden gestanden hat.
So prüfen Sie:
- Den empfohlenen Druck finden Sie in der Bedienungsanleitung oder auf einem Aufkleber im Rahmen der Fahrertür (normalerweise in PSI oder BAR angegeben).
- Verwenden Sie ein Reifendruckmessgerät an jedem Reifen, einschließlich des Ersatzreifens.
- Vergleichen Sie den Wert mit dem empfohlenen Druck.
- Pumpen Sie bei Bedarf an einer Luftpumpe zu Hause oder an einer Tankstelle auf oder lassen Sie Luft ab.

Kühlmittelstand prüfen
Kühlmittel ist unerlässlich, um die Temperatur Ihres Motors zu regulieren. Es verhindert, dass der Motor im Sommer überhitzt und im Winter einfriert. Ein niedriger Kühlmittelstand kann zu Überhitzung oder Motorschäden führen.
So prüfen Sie:
- Prüfen Sie das Kühlmittel nur, wenn der Motor kalt ist – öffnen Sie niemals den Kühlerverschluss, wenn der Motor heiß ist, da unter Druck stehender Dampf schwere Verbrennungen verursachen kann.
- Öffnen Sie die Motorhaube und suchen Sie den Kühlmittelbehälter – in der Regel ein durchsichtiger Kunststofftank mit den Füllstandmarkierungen „Min“ und „Max“.
- Die Flüssigkeit sollte sich zwischen den beiden Markierungen befinden. Wenn der Stand niedrig ist, füllen Sie die richtige Kühlmittelart nach (siehe Bedienungsanleitung Ihres Autos für Spezifikationen).
Beim Prüfen beachten Sie bitte, dass Kühlmittel normalerweise grün, orange, pink oder blau ist. Wenn es rostig, trüb oder Partikel enthält, könnte es verunreinigt sein und sollte gespült und ersetzt werden. Wenn Sie häufig Kühlmittel nachfüllen müssen, könnte ein Leck oder ein zugrunde liegendes Problem vorliegen, das die Aufmerksamkeit eines Mechanikers erfordert.

Alle Lichter testen
Die Beleuchtung Ihres Autos ist entscheidend für die Sichtbarkeit und die Kommunikation mit anderen Fahrern – besonders bei Nacht oder schlechtem Wetter. Defekte oder nicht funktionierende Lichter sind nicht nur gefährlich, sondern können auch zu Bußgeldern führen.
So prüfen Sie:
- Schalten Sie Ihre Lichter nacheinander ein: Scheinwerfer (Abblend- und Fernlicht), Nebelscheinwerfer, Blinker, Bremslichter, Rückfahrlichter und Warnblinkanlage.
- Gehen Sie um das Auto herum, um sicherzustellen, dass jedes Licht ordnungsgemäß funktioniert.
- Bitten Sie einen Freund, Ihnen bei den Brems- und Rückfahrlichtern zu helfen, oder parken Sie in der Nähe einer reflektierenden Oberfläche (wie einem Fenster oder Garagentor), um sie selbst zu sehen.
Alle Lichter sollten ausreichend hell und gleichmäßig sein. Wenn sie schwach sind oder flackern, könnte die Glühbirne bald kaputt sein. Ersetzen Sie umgehend alle durchgebrannten Glühbirnen und prüfen Sie die Sicherungen, wenn mehrere Lichter nicht funktionieren.
Bremsbeläge prüfen
Ihre Bremsen sind eines der wichtigsten Sicherheitssysteme in Ihrem Fahrzeug. Bremsbeläge verschleißen mit der Zeit und müssen regelmäßig überprüft werden, um sicherzustellen, dass sie noch in gutem Zustand sind. Abgenutzte Beläge können die Bremsleistung verringern, den Bremsweg verlängern und Ihre Bremsscheiben beschädigen.
So prüfen Sie:
- Achten Sie während der Fahrt auf Warnzeichen – quietschende, zischende oder schleifende Geräusche beim Bremsen bedeuten oft, dass die Beläge abgenutzt sind.
- Fühlen Sie die Bremsreaktion – wenn sich das Pedal schwammig anfühlt, vibriert oder mehr Druck als gewöhnlich erfordert, ist es Zeit, die Beläge zu überprüfen.
- Wenn Sie sich dabei wohlfühlen, schauen Sie durch die Radspeichen, um den Bremsbelag zu sehen. Er sollte mindestens 3 mm dick sein. Alles, was dünner ist, bedeutet, dass es Zeit für einen Ersatz ist.
Ungleichmäßiger Verschleiß der Beläge kann auf ein Problem mit dem Bremssystem hinweisen. Ein Ziehen zu einer Seite beim Bremsen könnte bedeuten, dass ein Belag stärker abgenutzt ist als der andere. Einige Fahrzeuge verfügen auch über Sensoren, die Sie warnen, wenn die Bremsbeläge niedrig sind.

Batteriespannung prüfen
Die Batterie Ihres Autos ist das Herzstück seines elektrischen Systems – sie versorgt alles vom Anlasser bis zu den Lichtern und dem Infotainment. Es überrascht nicht, dass eine leere Batterie Sie stranden lassen kann.
So prüfen Sie:
- Suchen Sie nach sichtbaren Anzeichen für den Batteriezustand – prüfen Sie auf Korrosion (weiße oder grüne pulverförmige Ablagerungen) an den Anschlüssen und stellen Sie sicher, dass die Kabel fest angeschlossen sind.
- Achten Sie auf langsames Starten des Motors; wenn der Motor langsam dreht oder Startschwierigkeiten hat, könnte Ihre Batterie schwach sein.
- Verwenden Sie ein Multimeter oder einen Batterietester, um die Spannung zu messen. Eine voll geladene Batterie sollte etwa 12,6 bis 13 Volt anzeigen.

Fazit
Für Anfänger mögen diese Checks abschreckend wirken, aber sobald Sie sie eine Weile durchgeführt haben, werden sie einfach. Regelmäßige grundlegende Auto-Checks können Ihnen Zeit, Geld und Stress ersparen. Indem Sie die wichtigsten Komponenten Ihres Autos im Auge behalten, schützen Sie nicht nur die Gesundheit Ihres Fahrzeugs, sondern gewährleisten auch Ihre Sicherheit und die aller anderen Verkehrsteilnehmer.
Sie müssen kein Mechaniker sein, um diese einfachen Schritte zu unternehmen – nur ein wenig routinemäßige Pflege und Aufmerksamkeit können einen großen Unterschied machen.